Aus unseren Vereinen
Fast täglich erreichen die Redaktion des Hessischen Chorspiegels Berichte von Chören und Sängerkreisen. Und gerne würden wir diese Berichte auch alle im Hessischen Chorspiegel veröffentlichen. Leider reicht der Platz im Heft dafür bei Weitem nicht aus. Und deshalb bieten wir auf der Website des Hessischen Sängerbundes die Rubrik "Aus unseren Vereinen" an.
Veröffentlicht werden Berichte über alles, was den Chören und Sängerkreisen wichtig ist - von der Jahreshauptversammlung bis zur Jubilarehrung, von der Chorreise bis zum Sommerfest.
Berichte über besonders spannende, nachahmenswerte und vorbildliche Aktivitäten der Chöre und Sängerkreise werden selbstverständlich auch weiterhin in der gedruckten Fassung des Hessischen Chorspiegels erscheinen.
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Sämtliche Beiträge, Fotos und Texte auf dieser Seite wurden dem Hessischen Sängerbund e.V. direkt von den Chören, Sängerkreisen und deren Verantwortlichen zum Zweck der Veröffentlichung zugeschickt. Das Urheber- und Vervielfältigungsrecht liegt ausschließlich bei den Einsendern. Die Verantwortung für den Inhalt liegt ebenfalls bei den Vereinen.
Ernennung zum Ehrenvorsitzenden von Günther Petzold nebst Ehrenmitgliedschaft

In der Jahreshauptversammlung des Sängerchores "Einigkeit" 1854 Schupbach e.V. (Sängerkreis Oberlahn) wurde das langjährig aktive Vorstandsmitglied Günther Petzold zum Ehrenmitglied und zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt und ihm die Ehrenurkunde ausgehändigt. In der Laudatio zur Verleihung wurde besonders die große Freude und Ehre des Sängerchores hervorgehoben. Günther Petzold, dessen Namen untrennbar mit dem Chor in Schupbach genannt werden darf, zum Ehrenmitglied und zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen.
Zur Verleihung wurde seitens des Chores hervorgehoben, dass ein Gesangverein weit mehr als ein Ort ist, an dem gemeinsam gesungen wird. Er ist Gemeinschaft, Freundschaft, Heimat und gelebte Tradition. Über viele Jahre – oft über Jahrzehnte – hatte Günther Petzold diese Gemeinschaft geprägt, getragen und bereichert. Mit seiner Stimme, seinem Engagement, seiner Verlässlichkeit und seiner Persönlichkeit hat er den Verein mitgestaltet.
„Mission Melodie – Eine Reise durch das Universum“

Ein Projekt verbindet Chöre
Raketenstark hebt der neugegründete Kinderchor „Laubuswölfchen“ ab: Kaum erklingen die ersten Töne von „Major Tom“, springen die Kids von den Stühlen, reißen die Arme in die Höhe und wirbeln gutgelaunt durch den Proberaum – völlig losgelöst. Es wird gelacht, gekichert, ausprobiert. Die Ideen der jungen Sängerinnen und Sänger fließen direkt in die Proben ein und machen das Projekt lebendig und überraschend. Mitten im Geschehen: Ingrid Strack, die gute Fee des Chors. Sie singt mit, unterstützt den Chorleiter Manuel Schmidle und hat stets ein offenes Ohr für kleine und größere Sorgen. „Ich freue mich, wenn mich die Kinder im Ort erkennen und fragen: „Sehen wir uns heute wieder in der Probe?“ – ein Satz, der zeigt, wie sehr das gemeinsame Singen verbindet und Altersgrenzen spielerisch überwindet. Auch hinter den Kulissen wird eifrig gewerkelt. Das Dekoteam „Firlefanz & friends“ plant das Bühnenbild und die Kostüme mit viel Fantasie. Aus Fahrradhelmen und Alufolie entstehen Astronautenhelme. Doch wie sieht eigentlich ein „Partyplanet“ aus?
Unter dem Titel „Mission Melodie- Eine Reise durch das Universum“ entsteht derzeit ein szenisch-musikalisches Programm, das weit mehr ist als ein klassisches Kinderkonzert. Es verbindet: altersgerechte chorische Stimmbildung, rhythmische Schulung, szenisches Spiel und kreative Mitgestaltung.
Völlig losgelöst – zwei wunderbare Konzertabende mit Ton in Ton in Klein-Auheim

Für ein paar Stunden bebt der Boden, pulsiert die Energie und mehr als dreihundert Menschen fühlen sich verbunden und so wunderbar lebendig in der TSV-Halle in Klein-Auheim. “Mixtape“ ist das Motto des Konzertabends des Concordia Chors „Ton in Ton“, und alle sind jetzt bereit für einen ganz besonderen Abend unter der Leitung des Dirigenten Stefan Weih, der mit „Higher and Higher“ schon andeutet, in welche Richtung es geht.
Der Chor hält, was er verspricht. Mehr als fünfzig Jahre Musikgeschichte wirken frisch wie am ersten Tag und von Beginn an singt das Publikum mit. Der Dirigent tanzt, springt, hopst und kann es kaum glauben: Das Publikum singt mit, ganz von alleine: „Die können richtig gut singen…“, immer wieder schüttelt er überrascht den Kopf, kanns kaum glauben, saugt die Energie des Abends förmlich auf.
Das Gospel-Medley, eine Zusammenfassung des Kirchenkonzerts vom November in Steinheim, ist solistisch betont ohne den Chor zu verlieren. Wie überhaupt der ganze Abend die Botschaft vermittelt, das Geheimnis, wenn man es so nennen will, das Geheimnis von „Ton in Ton“ und Stefan Weih ist die pure Freude an der Musik, am Singen, an der Gemeinschaft, ist generationenübergreifend, und der entscheidende Rest bleibt Magie…
Chorgemeinschaft Königstein reist zum Stimmenbildungsseminar an den Bodensee

Königstein/Bodensee – Die Chorgemeinschaft 1860 Königstein sowie die Sängerinnen und Sänger der Singgemeinschaft 1860/1893 haben am vergangenen Wochenende ein intensives Stimmenbildungsseminar am Bodensee absolviert. Insgesamt 25 Mitglieder und Begleitpersonen machten sich am Freitagmorgen mit drei Kleinbussen auf den Weg an das „Schwäbische Meer“.
Am Zielort zwischen Ravensburg und Lindau trafen die Königsteiner Sängerinnen und Sänger auf einen befreundeten Chor aus dem markgräflichen Egringen im Landkreis Lörrach. Dessen Vorsitzender Holger Propfe ist ein „alter Königsteiner“, der seinen Lebensmittelpunkt mittlerweile seit vielen Jahren in Süddeutschland hat. Initiiert wurde die Begegnung von den beiden Vorsitzenden Stefan Seidel und Holger Propfe, die seit ihrer gemeinsamen Schulzeit in Kontakt stehen und nun ihre Chöre zusammengeführt haben.
„Es ist etwas ganz Besonderes, alte Verbindungen neu zu beleben und daraus musikalisch so wertvolle Begegnungen entstehen zu lassen“, betonte Stefan Seidel.
Auch der Vorsitzende der Königsteiner Singgemeinschaft, Dr. Andreas Meyer, zeigte sich erfreut über das gemeinsame Wochenende: Ziel sei es gewesen, den Sängerinnen und Sängern neue Impulse für ihre stimmliche Entwicklung zu geben und gleichzeitig den Austausch zwischen den Chören zu fördern.
Chorklang trifft Bandpower
Frauenchor und Junger Chor Horbach laden am 29. Mai zum großen Konzert mit Band „Augenblick & friends“ und After-Show-Party ein
Es wird mächtig, es wird emotional - und es wird ein musikalischer Abend, wie ihn die Region so bisher wohl selten erlebt hat: Am 29. Mai um 20 Uhr verwandelt sich die Mehrzweckhalle in Neuses in einen pulsierenden Konzertsaal voller Gänsehautmomente und musikalischer Leidenschaft. Der Frauenchor und der Junge Chor Horbach laden zu einem außergewöhnlichen Pop-Chorkonzert mit der Band „Augenblick & friends“ ein.
Ein Vierteljahrhundert HeartChor Kefenrod: Musik, Leidenschaft und Gemeinschaft

Der HeartChor Kefenrod feiert 2026 sein 25-jähriges Bestehen und blickt auf eine bewegte und erfolgreiche Geschichte zurück. Was einst als mutiger Schritt aus dem Gesangverein 1868 Kefenrod e.V. entstand, entwickelte sich zu einer festen Größe in der regionalen Kulturlandschaft. Die erste Probe fand am 19. März 2001 statt – eine Entscheidung, die den Grundstein für zahlreiche musikalische Meilensteine legte.
Mit Jörg Schmalfuß am Dirigentenstab begann die Reise des HeartChors. Ihm folgten Benjamin Müller und Thomas Bierwirth, bevor 2005 Michael Habermann für mehr als 15 Jahre die musikalische Leitung übernahm. Unter seiner Führung formte sich der Chor zu einem Klangkörper, der weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt wurde und regelmäßig mit innovativen Konzertformaten und einem breiten Repertoire überzeugte.
Die Corona-Pandemie stellte den HeartChor vor große Herausforderungen. Doch mit Dennis Korn als Chorleiter ab 2020 bewies der Chor große Anpassungsfähigkeit: Digitale Chorstunden und Proben im Freien mit Abstand sorgten dafür, dass die Mitglieder auch in stürmischen Zeiten zusammenblieben und weiterhin musikalisch aktiv waren. Diese Phase zeigte eindrucksvoll den Zusammenhalt und die Kreativität des Ensembles.
Gold für HARMONIE Bernbach

Der Männerchor HARMONIE Bernbach blickt auf unvergessliche und äußerst erfolgreiche Tage im italienischen Riva del Garda zurück. Beim renommierten internationalen Chorwettbewerb „Concorso Corale Internazionale“ stellte sich der Chor als einziger Männerchor einem hochkarätigen Teilnehmerfeld mit Spitzenensembles aus ganz Europa. Mit einer herausragenden Bewertung von 23,19 Punkten wurden die Sänger mit einem Golddiplom ausgezeichnet und zusätzlich für den Grand Prix nominiert.
Für das Wettbewerbsprogramm hatte die musikalische Leitung eine anspruchsvolle und zugleich abwechslungsreiche Auswahl getroffen. Mit „Freut euch des Lebens“ (A.M. Schronen), „Preghiera“ (G. Rossini), „Northern Lights“ (O. Gjeilo) sowie „Loch Lomond“ (R.V. Williams) präsentierte der Chor ein breites stilistisches Spektrum. Die Darbietung überzeugte durch hohe musikalische Präzision, große Ausdrucksstärke und ein geschlossenes, klanglich ausgewogenes Gesamtbild.
Popchor FocuSing feiert Debüt mit „Roadtrip auf zwei Rädern“
Am 14. März gab der Popchor FocuSing sein Gründungskonzert im ausverkauften Gallus Theater Frankfurt. Unter dem Motto „Roadtrip auf zwei Rädern“ nahm der Chor sein Publikum mit auf eine musikalische Fahrradtour.
Mit dem Statement „Nur Genießer fahren Fahrrad“ von den Prinzen ging es zum „Giro“ von Triest nach Syrakus von Roy Bianco & die Abbrunzati Boys. Auch das Publikum wurde aktiv einbezogen: Gemeinsam frischte man bei Rolf Zuckowskis „An meinem Fahrrad ist alles dran“ augenzwinkernd den Fahrradführerschein auf.
Seit September 2025 arbeiten die Chorleiter David-Christian Sixt und Sebastian Munsch mit dem Ensemble und studieren ihre eigens geschriebenen Arrangements ein. Der Popchor FocuSing gehört zur Chorgemeinschaft Chorwerk Frankfurt e.V.
Geprobt wird jeden Montag um 17:30 Uhr im Saalbau Südbahnhof. Besonders Tenöre und Bässe sind derzeit herzlich eingeladen, den Chor zu verstärken.
Text: Andreas Neeb
Bild: FocuSing
Stimmbildungsseminar am 14. März im Sängerkreis Bergstraße

100 Sängerinnen und Sängerinnen wissen jetzt, weshalb sie ohne Überbiss nicht singen können wie Freddy Mercury und weshalb das Binnen-H nicht nur bei Shanty-Chören verpönt ist. Sie wissen aber auch: Mit ihrer Stimme können sie die schönsten Töne erzeugen. Patrick Schauermann, versierter Chorleiter und Stimmbildner erklärte ihnen alles bei einem vom Sängerkreis Bergstraße organisierten Stimmbildungsseminar.
Der Dozent widmete sich im ersten Durchgang in erster Linie den anatomischen Voraussetzungen des Singens. Atmung, Stimmbänder, Resonanzräume, Artikulation der Konsonanten und Haltung wurden besprochen, begleitet von praktischen Übungen. Schauermann erläuterte, wie und warum Popmusik anders gesungen wird als klassische, und wie der Vokalausgleich funktioniert.