Barocke Klänge in drei Konzerten lockten Musikliebhaber an, um ein unvergessliches Konzerterlebnis zu genießen. Der Chor Alis Canticum, der Harmonie Münster e.V. und das Projektorchester Camerata Mittelhessen, unter der musikalischen Gesamtleitung von Profidirigent I. Bohdanov, präsentierten ihr Programm, Gloria Universalis. Das Konzert begann mit Mozarts Exsultate Jubilate. Gesungen von der Sopranistin Viktoria Bohdanova. Ihre brillante, facettenreiche Stimme und ihr ausdrucksstarker Gesang überzeugte das Publikum. Die Arie Exsultate Jubilate Recitativo, gefolgt von Tu Virginum Corona und dem abschließenden Alleluja, wurden mit sehr viel Applaus belohnt. Das Abendlied von Josef Gabriel Rheinberger, ein Werk, das in Teilen sechsstimmig gesungen wird und eine harmonische Entwicklung durch sich wiederholende Anfangstakte erzeugte, wurde vom Chor gesungen. Es folgte das Gloria von Vivaldi, für Chor, Solistinnen und Orchester, untermalt durch Lesungen. Die Sätze Gloria in excelis deo, Et in terra pax hominibus, das Duett Laudamus Te, Gratias agimus tibi, Propter magnam gloriam tuam, die Sopranarie Domine deus, Domine fili unigenite, das Altsolo Domine Deus, Qui tollis peccata mundi, das Altsolo Qui sedes, Quoniam tu solus sanctus und Cum sancto spiritu wurden gesungen. Viktoria Bohdanova und Svetlana Korma sangen die Solopartien. Das Projektorchester überzeugte mit Dynamik, und Harmonie. Hervorzuheben sind die mit großem Können gespielten Soli von V. Bilz an der Oboe und W. Wegener am Cello.
Die Lesung, vorgetragen von Heinz Sodke, Autor I. Bohdanov, endete mit den Worten: Ich sehe Gesichter – Menschen, die ich verletzt habe, Menschen, die mich verletzt haben – und ich spüre: Es gibt kein recht und falsch – nur das Bedürfnis, verstanden zu werden. Vielleicht ist das, was wir Gott nennen, nichts anderes als die Fähigkeit, nicht mehr zu verurteilen. Edel sei der Mensch, hilfreich und gut. Ja, das reicht. Kein Triumph, kein Gloria der Sieger, kein goldener Klang. Nur das stille Licht im Herzen derer, die nicht hassen. Vielleicht ist das die letzte Wahrheit: dass die wahre Größe in der Sanftmut liegt. Dass die wahre Gloria kein Schrei ist, sondern ein Flüstern. Ich lächle. Ich bin müde. Aber ich bin frei. Pax inter stellas. Frieden zwischen den Sternen. GLORIA UNIVERSALIS (Text: https://harmonie-muenster.jimdofree.com/gloria-universalis-konzert-2025) Ein berührtes Publikum belohnte die Darbietung mit stehenden Ovationen und langanhaltendem Applaus. Laienchor und Laienorchester erarbeiteten das Werk. Das Verständnis der barocken Musik stand im Mittelpunkt. Die Herausforderungen, die der Wechsel von festlichen und zarten Sätzen, schnellen Rhythmen und kniffeligen Passagen mit sich brachte, wurden gemeinsam gemeistert. Zur Weihnachtsfeier wurden Ausblicke für das neue Jahr beleuchtet. So endete ein sehr erfolgreiches Jahr für die Harmonie Münster e.V.
Text und Bild: Andrea Eller