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Der Büdinger Frauenchor begrüßte die Gäste
musikalisch
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C.P.
Blaschke versprühte gute Laune zur Eröffnung |
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Musikalischer Beginn
"Es stellt sich vor der Frauenchor ..."
- mit diesem Lied begrüßte der Büdinger Frauenchor
die Teilnehmerinnen am Tag der Frauenstimme, die morgens bei
bestem Wetter nach und nach auf dem Marktplatz der wunderschönen
Altstadt eintrafen. Ein buntes Bild, das gleich zu Beginn der
Veranstaltung für eine fröhliche Stimmung sorgte.
Auch Claus-Peter Blaschke, neuer Präsident des Hessischen
Sängerbundes, versprühte bei seiner Begrüßung
gute Laune. Er war sichtlich erfreut über die Anzahl der
Sängerinnen, die sich vor den Workshops zum gemeinsamen
musikalischen Beginn eingefunden hatten. Sein Dank galt Bürgermeister
Erich Spamer für die großzügige Unterstützung
und Werbung durch die Stadt und Werner Tetzlaff als Vorsitzendem
des Sängerkreises Büdingen für die hervorragende
Planung und Organisation vor Ort. Zum Auftakt der Veranstaltung
hatte der Sängerkreis am Vorabend zum Sängerball geladen.
Freude übers "Besüchle":
Vizepräsidentin Susanne Blessing und Frauenreferentin Helene
Stauch vom benachbarten Schwäbischen Chorverband waren
angereist. In ihrem Grußwort lud Helene Stauch ihre hessische
Kollegin Brigitte Rhein und den HSB zum nächsten schwäbischen
Tag der Frauenstimme ein. Für Brigitte Rhein hatte sie
auch etwas im Gepäck: Frauenchorsätze von Silcher.
"Beim nächsten "Tag der Frauenstimme" im
Schwäbischen kommen die Hessen mit zwei Bussen", versprach
Präsident Blaschke sofort einen Gegenbesuch.
Nach einem gemeinsam gesungenen Quodlibet und "Dona nobis
pacem" von Sängerinnen und Teilnehmerinnen (auch aus
Fenstern rund um den Marktplatz wurde mitgesungen) erwarteten
die Teilnehmerinnen interessante Workshops.
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Eröffnung
mit C.P. Blaschke (Präsident HSB), S. Blessing (Vize-Präsidentin
Schwäb. CV) und B. Rhein (Referat Frau im Chor, HSB)
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Die
Frauenreferentin des Schwäb. CV Helene Stauch begrüßt
ebenfalls die Teilnehmer. |
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Die Workshops: Weiterbildung für
Stimme und Chor
Der richtige Umgang mit der eigenen
Stimme, Verbesserung des Chorklangs sowie Einstudierung und
Interpretation verschiedener Literatur waren die Themen des
Vormittags.
Hunderte Frauen nutzten beim Tag der Frauenstimme die Gelegenheit,
mit bekannten Chorleitern zu arbeiten. Ein Nebeneffekt war,
über den Tellerrand des eigenen Chorumfelds zu schauen:
neue Ideen für den Chor mit nach Hause zu nehmen, Dozenten
kennenzulernen, Themen aufzugreifen, um sie im eigenen Chor
vorzustellen und vielleicht in einem eigenen Chorworkshop zu
vertiefen und mit dem Chor umzusetzen. Wenn Teilnehmerinnen
das neu Erfahrene und Gehörte in die Chöre und Sängerkreise
tragen, hat sich der "Tag der Frauenstimme" doppelt
gelohnt.
Mimik und Gefühl: "Lächeln
statt die Stirn in Falten ziehen!"
Der "Renner" unter den Workshopangeboten war auch
diesmal das Thema Stimmbildung
- deshalb gab es diesen Workshop gleich im Doppelpack mit den
Dozentinnen Elisabeth Schnippe, die bereits in Idstein (Tag
der Frauenstimme 2006) den Workshop "Funktionale Stimmbildung"
leitete, und Andrea Hermes-Neumann. In Büdingen legten
die beiden Dozentinnen den Schwerpunkt auf die Mimik-Muskulatur.
Die Teilnehmerinnen erlebten, welche der 50 Gesichtsmuskeln
in welcher Weise sinnvoll und positiv für die Stimme eingesetzt
werden können. Den Akzent auf die Mimik-Muskulatur, und
damit etwas feinmotorischer, setzte Elisabeth Schnippe. Den
Anwendungsteil zu diesen Übungen übernahm Andrea Hermes-Neumann,
so dass der sängerische und damit auch musikalische Nutzen
der Übungen gleich ausprobiert und beobachtet werden konnte.
Die Wirkung überraschte. Drei Stunden für die Stimme,
die sich mehr als gelohnt haben!
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Workshop "Stimmbildung" mit A. Hermes-Neumann
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Workshop
"Stimmbildung" mit E. Schnippe |
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Gänsehautfeeling bei Feldenkrais
Jede Verstimmung des Instruments Körper - wie überhaupt
jede Verstimmung! - wird mehr oder weniger deutlich spürbar,
hörbar insbesondere beim Singen. Ein Versuchsballon war
der Workshop "Feldenkrais für die
Stimme". Und welch eine Überraschung: Die Anmeldezahlen
waren höher als erwartet und Rückmeldungen der vielen
Teilnehmerinnen äußerten reine Begeisterung über
das, was die Frauen in diesem Workshop selbst erfahren konnten
- und wie die Dozentin es vermittelte. Beim Abschluss sangen
die Teilnehmerinnen noch einmal "Dona nobis pacem"
unter Anwendung des eben Gelernten. "Wir hatten Gänsehaut",
erzählte eine Gruppe. "Wie das die Stimme beeinflusst!"
Viele Sänger(innen) kennen und nutzen bereits die therapeutische
Bewegungsform Feldenkrais zur Beeinflussung der Resonanz und
des Stimmklangs und für einen freien Stimmapparat. Und
mit Sicherheit war dieses Workshopthema nicht zum ersten- und
letztenmal im Angebot des HSB.
"Der Dozent"! - "Alles!"
antworteten nicht wenige der "Swing,
Pop und Beautyshop"-Teilnehmerinnen auf die Frage:
"Was gefiel Ihnen an diesem Workshop?" Und wem der
Dozent gefällt, dem gefällt auch, was er an Literatur
mitbringt und wie er sie darbietet. Und genau das sagten die
abgegebenen Fragebögen aus. Ob "Lenas Sång"
aus dem Film "Wie im Himmel", "La Le Lu",
ein swingendes "Good Night" oder andere Songs - für
viele Teilnehmerinnen war der Workshop viel zu kurz. "Hätte
länger gehen können", "Mehr Zeit dafür
einplanen" sind nur zwei der charakteristischen Antworten
auf dem Fragebogen.
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Workshop "Feldenkrais" mit I. Brandes-Scherrer
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Workshop
"Pop und Beautyshop" mit U. Henkhaus |
Langweilige
Volkslieder? Nur was für Ältere?
Schon beim letzten Tag der Frauenstimme in Idstein mit Uwe Henkhaus,
in Büdingen nun mit Professor Volker Hempfling beim Workshop
"LoreLey" erlebten die Teilnehmerinnen,
dass Volkslieder in neuen Arrangements so toll klingen, dass auch
junge Leute davon begeistert sind. Hempfling erarbeitete mit den
Workshop-teilnehmerinnen aktuelle Vertonungen einiger Volkslieder
aus dem Chorbuch "LoreLey" des Carus-Verlags (die Ausgabe
für Frauenchor erscheint noch im Sommer 2009). Der Klang
der einzelnen Chorsätze in Verbindung mit dem "Klang-Körper"
Chor war Volker Hempfling dabei besonders wichtig. Auch bei diesem
Workshop konnten die Teilnehmerinnen unter Hempflings Anleitung
immer wieder praktisch erfahren, wie sich Atmung, Körperhaltung
und Körperbewegung auf die Stimme auswirken.
Einige Sätze bekannter Volkslieder aus "LoreLey"
präsentierte Volker Hempfling beim Abschlusskonzert mit dem
Projekt-Frauenchor des Hessischen Sängerbunds (den Konzertbericht
von A. Pfeiffer finden Sie unten).
"Inside the Score"? ("Im
Inneren der Partitur"): Die Geheimnisse der Partitur
Dr. Markus Detterbeck erarbeitete mit seinen Teilnehmerinnen Literatur
verschiedener Stilrichtungen im Hinblick auf die Möglichkeiten
einer interessanten musikalischen Gestaltung. Chorstücke
wirkungsvoll zur Geltung zu bringen, ohne die stiltypischen Faktoren
außer Acht zu lassen - Markus Detterbeck zeigte den interessierten
Frauen an praktischen Beispielen, wie Musik lebendig wird. Da
gab es so manches Aha-Erlebnis und manche wünschte sich,
dass die Stücke auch in ihrem Chor so klingen. Kommentare
nach dem Workshop: "Der Mann war einfach genial!" "super
Auswahl der Lieder!" "präzise Arbeit an einzelnen
Stimmen", "sehr lebendige Gestaltung", "
zu
sehen, wie man ein für langweilig gehaltenes Lied richtig
toll singen kann", "dieses Lied müssen wir auch
in unserem Chor singen"
Begeisternder Dozent, begeisterte
Teilnehmerinnen!
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Workshop "LoreLey" mit V. Hempfling
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Workshop
"Inside the Score" mit M. Detterbeck |
"Solche
interessanten Workshops mit so hervorragenden Dozenten, drei Stunden
für 5 € - ein tolles Angebot des HSB! Das müsste
doch eigentlich jede Chorsängerin interessieren."
(begeisterte Teilnehmerin zu Brigitte Rhein) Im Hessischen Sängerbund
singen 25 548 Frauen.
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| Das
Open-Air-Konzert
Haste kalte Füße, haste nasse
Socken
?
Kalte Füße und nasse Socken hatte niemand beim Open-Air-Konzert
nach der Mittagspause. Die Sonne lachte und Regenschirme waren
als Ersatz-Sonnenschirme aufgespannt. Vier Frauenchöre
warteten auf ihren Auftritt. Liedauswahl, Chorstärke, Präsentation
- das Programm war danach ausgewählt, Vielfalt zu zeigen.
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Der Frauenchor der Chorgemeinschaft Frankfurt-Sossenheim mit
Dirigentin Viola Engelbrecht
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Der Michelbacher
Frauenchor unter Leitung von Dirigentin Cornelia Frey |
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Als erster Chor stand der Frauenchor der
Chorgemeinschaft Frankfurt-Sossenheim auf der Bühne.
Chorleiterin Viola Engelbrecht präsentierte mit ihren Sängerinnen
Auszüge aus ihrem Generationen-Projekt "Alter schützt
vor Jugend nicht ". (Hier auch der Rat der Sossenheimer
Frauen für kalte Füße und nasse Socken: "
tanze Rock'n'Roll, dann wer'n se trocken!") Schmissig,
augenzwinkernd, mal verständnisvoll, dann wieder neckend
auf die andere Generation zugehend. "Ein bisschen Leichtsinn
kann nicht schaden" und der Beatles-Song "When I'm
sixty-four" - der Chor aus älteren und jüngeren
Sängerinnen zeigte, dass es durch entsprechende Literaturauswahl
und eine gehörigen Portion Einfühlungsvermögen
von Seiten der Chorleiter(innen) sehr wohl gelingen kann, "alte"
und "junge" Sängerinnen unter einen Hut - sprich:
in einen Chor - zu bringen. Dass in einem solchen Chor alle
Sängerinnen am gemeinsamen Gesang Spaß haben können,
war nicht zu übersehen.
Erkennbare Freude am Singen ebenfalls bei den Sängerinnen
des Michelbacher Frauenchors. Es war
nichts von Unsicherheit zu spüren, nach einem Chor mit
ca. 50 Sängerinnen mit "nur" 10 Sängerinnen
aufzutreten. Mit homogenem Klang gelang es den Sängerinnen
unter ihrer Dirigentin Cornelia Frey, das Publikum zu erreichen
und sich selbst zu beweisen, dass ein Auftritt auch mit nur
10 Frauen beim "Tag der Frauenstimme" lohnend und
eine tolle Präsentationsmöglichkeit war. Das bot Sängerinnen
und Publikum auch Gelegenheit festzustellen, dass nicht die
Chorstärke darüber entscheidet, wie viel Freude das
Darbieten und das Dargebotene macht. Lieder in Deutsch, aber
auch in Schwedisch (Sommarpsalm) , Englisch (Early one morning)
und Zulu (Siyahamba) zeigen, dass der (Chor-)Blick der jungen
Dirigentin und ihrer Sängerinnen nach vorn geht.
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Frauenchor AllCantabile der Chorgemeinschaft Allendorf mit
Dirigentin Adriana Pop
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Den Frauenchor
Leisenwald dirigiert Hans-Christoph Fillsack |
Johannes
Brahms open-air? Ja! Beim Tag der Frauenstimme sang der Chor
AllCantabile der Chorgemeinschaft
Allendorf unter seiner Dirigentin
Adriana Pop Lieder und Romanzen aus op. 44 des großen Komponisten
und zeigte ausdrucksstark den Facettenreichtum seiner Kompositionen.
Wenn Klassikmuffel unter den Zuhörern gewesen sind, dann
haben die Sängerinnen sie mit ihrem Auftritt überzeugt,
dass auch oder gerade diese Musik es verdient, in den Chören
noch mehr beachtet zu werden.
Den Schlusspunkt des Open-Air-Programms setzte der Frauenchor
Leisenwald. Chorleiter Hans-Christoph
Fillsack wählte für die Präsentation seiner Damen
einen bunten Reigen bekannter Frauenchorliteratur (z.B. "Hessenland",
"Der junge Hahn", "Herr der Welten" , "Das
Leben kann so schön sein"), die er z.T. auf der Gitarre
begleitete. Aber auch hier hörte man mit "The lion sleeps
tonight" nicht ausschließlich deutsche Titel.
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"Froh machende Stimmung"
Dieses Urteil einer der Teilnehmerinnen
nach einem der dreistündigen Workshops deckt sich mit den
vielen Rückmeldungen über die Workshops und den Tag
der Frauenstimme überhaupt. Kann es für den Veranstalter
ein größeres Kompliment geben?
Von dieser froh machenden Stimmung konnten sich alle direkt
überzeugen, die nachmittags am "offenen
Singen" auf dem Schlossplatz
teilnahmen. Dr. Markus Detterbeck
zeigte, wie viel Spaß und Freude mit einfachen, aber wirkungsvoll
das Singen begleitenden Bewegungen geschaffen werden kann. Wie
z.B. mit dem Bi-Ba-Butzemann-Rap, der wie alles andere Lachen
, Fröhlichkeit und begeistertes Mitmachen bewirkte und
immer neue Mitmacher(innen) anlockte. Mit Sicherheit waren auch
Besucherinnen dabei, die "so etwas" noch nie gemacht
hatten. Das gelingt nicht jedem Chorleiter - einem Markus Detterbeck,
bei diesem Programmpunkt mehr Entertainer denn Chorleiter, sehr
wohl. Einstudierung mit Spaß, Stimmbildung, die weder
einseitig noch "trocken" ist, Präsentationen,
die den Funken überspringen lassen - es gibt viel zu entdecken
und zu tun in den Chören. Fröhliche Stimmung hervorrufen
und Begeisterung wecken ist die beste Vorbereitung für
jede Chorprobe. Um es mit einer Teilnehmerin auszudrücken:
"Der Chorleiter hat Power - und er bringt sie auch rüber.
Es hat einfach nur Spaß gemacht."
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| Offenes
Singen mit M. Detterbeck auf dem Schlossplatz begeistert die Massen
... |
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... und
regte zum begeisternden Mitmachen an. |
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| Frauenpower:
Das Frauen-Chorprojekt zum Abschluss
Der Hessische Sängerbund hatte eingeladen - und zwar zu
einem Frauen-Projektchor. Angeregt
durch die Referentin "Frau im Chor", Brigitte Rhein,
um dem Thema "Frauenchor" innerhalb des Chorverbandes
neues Gewicht zu verleihen und Lust auf den besonderen Frauenchorklang
zu machen. Auf den ganz eigenen Klang, der den Frauenchor von
allen anderen Chorgattungen unterscheidet. Während gemischte
Chöre "boomen", sind Frauenchöre unverdient
immer noch Schlusslicht. Selbst Männerchöre gibt es
dreimal so viele im Hessischen Sängerbund.
Frauenchöre - Frauenstimmen: ein aktuelles Thema beim Hessischen
Sängerbund.
Die Projektteilnehmerinnen gingen hochmotiviert an das zum Teil
noch unveröffentlichte, zum Teil langst vergessene Repertoire,
das die Chorleiter Andrea Hermes-Neumann und Uwe Henkhaus für
das Projekt ausgewählt hatten.
Das Konzert mit Werken, die für dieses "Instrument"
Frauenchor geschrieben wurden, ließ alle Hörer vergessen,
dass sie eineinhalb Stunden keinen Bass gehört haben. Die
Geschichten und Klangbilder, in Musik erzählt, ließen
die Zeit für das Publikum wie für die Ausführenden
verfliegen. Und am Ende leuchteten alle Gesichter und es herrschte
Einigkeit: mehr davon, bitte!
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Brigitte Rhein
Referat "Frau im Chor"
Vorstand HSB
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Würdiger
Abschluss des Tages der Frauenstimme mit dem Frauen-Projektchor
des HSB
Ein Konzertbericht von A. Pfeiffer
(Musikausschuss des HSB)
Die Willi-Zinnkann-Halle war erfreulich gut besetzt, als
der eigens für diesen Anlass gegründete Chor die Bühne
betrat. Brigitte Rhein, verantwortlich für das Referat "Frau
im Chor" innerhalb des Vorstandes des HSB, hatte im Herbst
2007 die Gründung dieses Chores angeregt, um dem Thema Frauenchor
innerhalb des Chorverbandes neues Gewicht zu verleihen.
Ihr Vorschlag war im Präsidium und Musikausschuss auf offene
Ohren gestoßen, sodass der Chor nach ausführlichen
Vorbereitungen im vergangenen Jahr aus der Taufe gehoben wurde.
Für die Leitung des Chores konnten seinerzeit Andrea Hermes-Neumann
(Präsidiumsmitglied) und Uwe Henkhaus (Musikausschussmitglied)
gewonnen werden.
Der Ausschreibung zu der Projektarbeit waren Damen aus zahlreichen
Frauenchören im HSB gefolgt. Die effektive Zahl der Sängerinnen
pendelte sich dann auf etwa 20 Personen ein - ausreichend genug,
um klangvoll singen zu können - wenig genug, um klanglich
beweglich zu bleiben.
Die Chormitglieder selber nahmen zum Teil erheblichen Zeitaufwand
und Kosten auf sich, um die an unterschiedlichen Stellen auf dem
Gebiet des HSB stattfindenden Proben zu besuchen. Mit den meist
an Wochenenden gelegten Terminen startete der Chor also im Herbst
2008 seine Arbeit und probte intensiv für das eigentliche
Ziel, nämlich das Abschlusskonzert des Tages der Frauenstimme
in Büdingen. Dieses abschließende Konzert stellte bei
den vergangenen Veranstaltungen dieser Art jeweils den musikalischen
Höhepunkt dar und dementsprechend hoch waren die Erwartungen
von Verantwortlichen und Akteuren an das Ergebnis des Projektchor-Auftritts.
Diese wurden - soviel sei vorab schon gesagt - nicht enttäuscht.
Bereits im Rahmen der Feierstunde zur Verleihung der Zelterplakette
auf dem Hessentag in Langenselbold hatte der Chor Anfang Juni
seine erste Bewährungsprobe bestanden, sodass jetzt Chormitglieder
und Dirigenten gleichermaßen dem großen Auftritt entgegenfieberten.
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Der Frauen-Projektchor unter der Leitung von Uwe Henkhaus
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Der Frauen-Projektchor
unter der Leitung von Andrea Hermes-Neumann |
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Im ersten Teil des Konzertes sangen die
Damen unter wechselnden Dirigaten von Hermes-Neumann und Henkhaus
unterschiedlichste Chorsätze, die im weiteren Sinne dem
Bereich Volkslied oder Lied im Volkston entstammten. Außerordentlich
erfreulich dabei, dass alle Stücke in Originalsprache gesungen
wurden. In Anbetracht der relativ geringen Probenzeit eine beachtliche
Leistung. So erklangen neben mehreren Liedern in deutscher Sprache
auch solche in Ungarisch, Holländisch, Schwedisch und sogar
Japanisch. Die stilistische Vielfalt reichte dabei von Renaissance-Kompositionen
etwa eines Leonhard Lechner bis hin zu modernen Klängen
eines György Ligeti.
Jederzeit wurde das Ansinnen der beiden musikalischen Leiter
spürbar, mit dem Chor Lieder zu erarbeiten, die nicht schon
zum üblichen Repertoire der traditionellen Frauenchöre
gehören.
Der Chor sang in frischer Tongebung,
mit guter Balance zwischen den unterschiedlichen Stimmgruppen
und vor allem mit dem spürbaren Willen zu musikalischer
Gestaltung. Lediglich im ersten Sopran ließ sich zeitweise
eine gewisse Inhomogenität ausmachen, was aber den Hörgenuss
nur unwesentlich trübte.
Die jeweiligen Stücke wurden von
einzelnen Chormitgliedern durchaus charmant angesagt (im hinteren
Bereich der Halle wegen eines fehlenden Mikrophons leider nicht
immer gut zu verstehen!). Überhaupt war ein große
Identifikation der Sängerinnen mit den zu vermittelnden
Inhalten der Lieder festzustellen - eine von daher für
manch anderen Chor durchaus vorbildliche musikalische Betätigung!
Dies ist aber sicherlich auch zum Teil auf den unbestrittenen
Reiz und die eigene Dynamik der Projektarbeit zurückzuführen.
Ein weiterer Grund war sicherlich
die Anforderung, zwei im musikalischen Stil und der dementsprechenden
Zeichengebung doch recht unterschiedlichen Chorleitern Folge
zu leisten.
Interessant war für die Konzertbesucher zu hören,
dass sich das Klangbild des Chores durchaus änderte, je
nachdem, welcher der beiden Dirigenten gerade den Chor führte.
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Volker Hempfling präsentiert die Neuauflage der "ChoreLey"
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Die Halle
war bis auf den letzten Platz gefüllt, das Publikum lauschte
begeistert. |
Die Fähigkeit der
Sängerinnen, sich schnellstmöglich auf unterschiedliche
Chorleiter einzustellen, wurde im zweiten Konzertteil auf eine
weitere Probe gestellt, denn mit Prof. Volker Hempfling aus Odenthal
betrat ein dritter Dirigent die Bühne. Er brachte mit dem
Chor einige Liedsätze aus dem demnächst erscheinenden
"Lore-Ley - Chorbuch deutsche Volkslieder" für
Frauenchor zur Aufführung. Hempfling ist wie schon beim 2006
erschienenen Band für gemischten Chor einer der beiden Herausgeber.
Leider hatte es der herausgebende Carus-Verlag Stuttgart nicht
wie geplant geschafft, das Buch bis zum Tag der Frauenstimme in
Büdingen fertigzustellen und es damit im Rahmen dieser Veranstaltung
erstmals der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Bereits am Vormittag wurden von Volker Hempfling während
eines Workshops zahlreiche Sätze aus diesem Buch vorgestellt.
So schloss sich im nachmittäglichen Konzert der Kreis.
Die Konzertbesucher konnten dafür als kleine "Entschädigung"
einige Uraufführungen erleben, denn viele der in diesem Chorbuch
veröffentlichten Sätze sind eigens dafür von den
Komponisten arrangiert worden. Volker Hempfling hatte deshalb
auch besonders solche Stücke ausgewählt, die den altbekannten
Volksliedweisen durch geschickte Arrangements eine neue und interessante
Gestalt geben.
Die im Konzert vorgetragenen Sätze wurden von Andrea Hermes-Neumann
und Uwe Henkhaus in den Proben mit dem Chor vorbereitet und am
Tage selber in einer eineinhalbstündigen Probe mit Volker
Hempfling zur Konzertreife entwickelt. Ein außerordentlich
ambitioniertes Vorhaben, das aber insgesamt als sehr gelungen
bezeichnet werden kann.
Den Verantwortlichen im Hessischen Sängerbund sei daher abschließend
gedankt, den Mut zu diesem Vorhaben bewiesen zu haben. Den Chormitgliedern
und den beiden musikalischen Leitern sei ausdrücklich Anerkennung
für ihr Engagement ausgesprochen. Und die nimmermüde
Frau Rhein sei ermuntert, auch weiterhin im Sinne der Frauen -
oder des gesamten Chorverbandswesens - neue und manchmal auch
unbequeme Wege einzuschlagen.
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Den Konzertbericht schrieb Axel Pfeiffer.
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Abschlusskonzert mit dem Frauen-Projektchor des HSB und seinen
Chorleitern (v.l.) U. Henkhaus, V. Hempfling und A. Hermes-Neumann
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Der Frauen-Projektchor
des HSB mit seinen musikalischen Leitern Uwe Henkhaus und Andrea
Hermes-Neumann sowie dem Gastdirigenten Prof. Volker Hempfling
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Neue
Sängerinnen? Neue Chöre?
"Wo gibt es in meiner Nähe einen
Chor für mich?"
"Welchen Chor könnten Sie mir empfehlen, ich singe gerne
"
Etliche Teilnehmerinnen, die bisher noch nicht in einem Chor singen,
wurden in Büdingen vom Singvirus befallen.
Neue Ideen, neue Chöre, neue Sängerinnen, Chorleiter,
die abseits der ausgetretenen Spur mit den Chören Neues wagen.
Der Tag der Frauenstimme gab viele Anregungen. Aber wie überall:
Nicht alles passt für alle und für alles. Während
die einen durch eine gute Performance viel mehr aus ihrem Auftritt
herausholen könnten (gezielte Bewegung unterstützt auch
den Stimmapparat!), muss es auch weiterhin Chöre geben, bei
denen es nichts weiter als wunderbaren Gesang braucht und bei
denen jedwede Bewegung stören würde - man macht die
Augen zu und genießt.
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Brigitte Rhein
Referat "Frau im Chor"
Vorstand HSB
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Wir bedanken uns für die tolle Unterstützung
beim Sängerkreis
Büdingen,
der Touristik
und Marketing GmbH Büdingen
und hr2-Kultur
!!!
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Bitte halten Sie sich diesen Termin bereits heute frei!
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