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Die Auftritte des Frauen-Projektchores beim HESSENTAG in Langenselbold Gelungener Auftakt der Frauen Glanzvoll, beeindruckend und auf Anhieb überzeugend
hat sich der Frauen-Projektchor des HSB |
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Hilfe, oh Gott, was, jetzt schon..., wir haben uns erst zu 6 Probeterminen getroffen, und dann bereits unser erster Auftritt....?! Wie, wann...., auch noch zur Zelter-Verleihung? Ausgerechnet bei dieser Feierstunde, bei der Chöre ausgezeichnet werden, die schon über 100 Jahre singen...., bei der die Ministerin anwesend ist, die Präsidenten der Chorverbände, Prominenz aus Politik, Wirtschaft und den Sängerkreisen? Die Besucher, meist kritische und fachkundige Experten des Chorgesangs. Das Programm, gestaltet von ausgewählten Chören, damit ja nichts schief geht. O nein, da sollen wir auftreten? Wenn das nur mal gut geht!
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oder ähnlich mögen die Reaktionen und Diskussionen bei
den Mitgliedern des Frauen-Projektchores und verantwortlichen
Leitern im Vorfeld dieser Auftritte verlaufen sein. Dazu noch
die kritischen und zweifelnden Stimmen aus dem eigenen Umfeld.
Und dann der Auftritt. Selbstbewusst, voller Überzeugung, mit einem Lächeln im Gesicht betreten sie die Bühne. Uwe Henkhaus ordnet mit aufmunternden Worten die Aufstellung und gibt die Töne für das erste Lied an. Jetzt singen sie. Eine Unsicherheit ist für die Zuhörer nicht vernehmbar. Jeder weitere gelungene Takt gibt zusätzliche Sicherheit. Bravourös absolvieren die Frauen die ausgewählten Vorträge: "Vom Küssen", nach einem Satz von Uwe Henkhaus, "Hotaru Koi", ein Satz von Ro Ogura, "Igaz szelerem", von György Ligeti und "Pá Fjället i sol", von W. Peterson-Berger. Während Uwe Henkhaus die beiden ersten Vorträge dirigierte, übernahm Andrea Hermes-Neumann den zweiten Teil. Völlig gelassen und mit einer erstaunlichen Sicherheit reagierten die Sängerinnen auf die unterschiedlichen Dirigenten und beeindruckten mit allen vier Vorträgen. Die äußerst angenehm überraschten Zuhörer waren sichtlich erstaunt ob dieser Leistung und brachten ihre Freude mit Zurufen und lautstarkem Applaus zum Ausdruck.
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Während im ersten Teil der Feierstunde unter der Leitung von Werner Kaul, die "Kaulibis", - der Kinder- und Jugendchor des gemischten Chores Niedermittlau - das Publikum begeisterte, rundete der gemischte Chor "Cäcilia" Höchst unter der Leitung von Dr. Andreas Rink mit einer starken Leistung und einem überzeugenden Auftritt das Programm ab. Das Blasorchester des TSV Heusenstamm, selbst ein Preisträger dieser Veranstaltung, umrahmte das Programm orchestral. Einmal mehr wurde bewiesen, dass die verantwortlichen Organisatoren des HSB mit dieser Chor- und Programmwahl einen absolut würdigen Rahmen für die Feierstunde, anlässlich der im Namen des Bundespräsidenten zu vergebenden, höchsten Auszeichnung von Chören - Verleihung der Zelterplakette - schafften.
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Den Auftakt der Nachmittagsveranstaltung in der Käthe-Kollwitz-Schule singen Hessischer Chöre - am "Tag der Musik" während des Hessentages - übernahmen ebenfalls die Damen des HSB-Frauen-Projektchores. Auch bei dieser Veranstaltung wussten die Frauen unter der abwechselnden Leitung von Andrea Hermes-Neumann und Uwe Henkhaus zu gefallen und überzeugten mit einem starken Auftritt. Das anschließende, über vierstündige Programm - ausgeführt von Kinder-, Jugend, Männer-, Frauen- und gemischten Chören - gestaltete sich in seiner Vielfältigkeit zu einer wahren Demonstration für den Chorgesang.
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Diese ersten Auftritte des Frauen-Projektchores, die ihre Fortsetzung am 27. Juni in Büdingen zum "Tag der Frauenstimmen" finden, darf sehr wohl als gelungen bezeichnet werden. Die Entscheidung des HSB-Vorstandes, die ursprüngliche Idee der Frauenbeauftragten Brigitte Rhein, zunächst in Form eines Frauen-Projektchores für den "Tag der Frauenstimmen" zu realisieren, hat sich als richtig und erfolgreich erwiesen. Der Entscheidung des Vorstandes über die Fortführung dieser Einrichtung - einen Frauen-Projektchor auch zukünftig termin- und zielgerichtet bei bestimmten Anlässen und Veranstaltungen immer wieder zu aktivieren - dürfte damit eine fruchtbare Diskussionsgrundlage gegeben sein.
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Bericht: Klaus Ritter
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Fotos: Michael Brose
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Frauenchor eben! Die 3. Probephase mit dem Frauen-ProjektChor des HSB aus der Sicht von Andrea Brühl.
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| Zum
3. Mal traf sich der Frauen-Projektchor zur Probe am 14.02.09,
diesmal in Oberursel. Gleich zu Beginn merkte man, dass die Energien heute schwirrten. Unsere Chorleiterin Andrea begann mit dem Einsingen und wir trugen imaginäre Fässer, griffen zu den Sternen und ließen uns zu Boden sinken. Lockern, atmen, hüpfen, Töne erklangen und erfüllten den Raum. Die Stimmung war gut, da die Gesichter ja nicht mehr allzu unbekannt waren und nun jede auch ihre Nachbarin wiedererkannte. Erwartungsvoll begannen wir mit neuer Literatur "Am Brunnen vor dem Tore" ... und steigerten uns mit "Hört, was sich hat zutragen" bis wir, bedingt durch den sehr bestimmenden Text, in heftiges Gelächter ausbrachen und mit einer verwunderten Andrea ... "was ist denn heute nur los?" in die Kaffeepause gingen. |
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| Einstimmig
waren wir der Meinung, dass das nur am Valentinstag liegen konnte.
Nachdem sich alle am mitgebrachten Kuchen und frischen Kaffee gestärkt hatten, wurden wir noch mal gefordert: denkt an eure Sitzhaltung ... Kopfhaltung locker ... laaanger Hals, damit die Töne locker aus euch herausfließen Mit "På fjället i sol" kamen wir dann in Sphären, wo auch Andrea ins Schwärmen geriet, und unsere Mittagspause war gerettet. In einer urigen Gastwirtschaft konnten wir uns genüsslich erholen, bevor es mit Uwe weiterging. Jetzt kamen die leisen Töne, wieder neue Literatur, die bei manchen Kindheitserinnerungen aufkeimen ließen "Heißa Kathreinerle", doch mit unserem japanischen "Hotaru koi"... brauchten wir alle Konzentration, um die ungewöhnlichen Silben in Form und Tempo zu halten. Doch damit nicht genug, wir hatten doch noch was Ungarisches, oder, Uwe? Vorbei war es mit düdüdü, jetzt gings los mit Lauten, die uns zunehmend fremd erschienen. Viel Spaß hatten wir schon beim Aussprechen der ungarischen Wörter, Uwe brachte uns dies mit seiner chorleiterischen Geduld Stück für Stück näher und wir versuchten es auch mit Gesang...na, es funktionierte. Auch hier blieb der Spaß nicht auf der Strecke, wir fühlten uns nur noch ein bisschen fremd in dieser Sprache. Uwe gab uns eine kleine Hausaufgabe mit auf dem Weg. Wir lernen Ungarisch! |
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| Nun
wurden wir mit dem "armen Maidlein", "Vom Küssen"
und "Wem Gott will rechte Gunst erweisen" noch ein bisschen
durcheinandergewirbelt. Uwe gab ganz dezent Anweisungen, damit wir die Interpretationen der Stücke leicht umsetzen konnten: ..."leicht und locker, stellt euch vor, ihr seid auf einer Blumenwiese in der Hochrhön im Juni"! ...Tja, Uwe, Hochrhön, da fahren wir dann alle hin ... im Juni, oder? Wir erkennen ja an seiner Gestik, wo er mit uns hin will, auch der kleine Hinweis, dass es nicht schadet, ihn manchmal anzusehen, wirkt. Wir sind aber doch noch so mit dem ungarischen, japanischen oder deutschen Text, der auch noch aus einer alten Zeit stammt, beschäftigt, wie können wir da zu dir gucken ...! Egal, wie anstrengend uns manches erschien, die Freude und der Spaß, teilzuhaben, war bei allen gleich. Zum Schluss durften wir noch ein Abendlied - "Abend wird es wieder" - einstudieren....."Gott, war das schön!" ...Müde und glücklich trennten wir uns. Bis zum nächsten Mal am 28.03.09 in Oberursel. Auf der Rückfahrt ließen wir als "Frauenfahrgemeinschaft" das ein oder andere Revue passieren, nach fast 7 Stunden Probe stand der Mund immer noch nicht still, kein Wunder ... Frauenchor eben, würde so mancher sagen...aber es war einfach ein schöner, erfüllter Probentag. |
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Fotos: W. Jung-Diefenbach
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Zweiter Probenabschnitt des Frauen-Projektchors Für eine besonders gute Probenatmosphäre und ein
ebensolches Resultat bei der Intensivprobe des Frauen-Projektchors
in Lindenholzhausen war alles vorhanden:
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Erste Probe des Frauen-Projektchors des HSB Ein Erfahrungsbericht Es ist Samstagmorgen, vermutlich der letzte schöne Tag in diesem Herbst. Hinter mir liegt eine harte Woche, und ich könnte noch friedlich in meinem Bett liegen, danach mit meiner Familie in aller Ruhe frühstücken, einkaufen und ein bisschen im Garten arbeiten. Stattdessen fahre ich zur ersten Probe des Frauen-Projektchors des Hessischen Sängerbundes nach Bad Soden-Salmünster. |
![]() A.Hermes-Neumann dirigiert den neuen Frauen-Projektchor des HSB |
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| Und
ich frage mich, warum ich mir das eigentlich antue. Genau genommen
kenne ich die Antwort, denn ich stelle mir dieselbe Frage jeden
Dienstagabend. Dann sitze ich nach einem langen Tag müde
in meinem Sessel, und es gelingt mir nur noch mühsam mich
aufzuraffen, um in meinen Chor zu gehen. Nach der Probe kann ich
gar nicht fassen, dass ich nicht hingehen wollte. Das Singen hat
mir Körper, Geist und Seele entspannt, mich angeregt, meinen
Horizont erweitert und in meinem Gehirn massenweise Glückshormone
ausgeschüttet. Meine Erwartungen und Ansprüche an die
Projektchor-Probe mit zwei wildfremden Chorleitern und 25 Sängerinnen,
von denen ich keine einzige kenne, sind also ziemlich hoch. Zwei Stunden später haben sich unsere beiden Chorleiter Andrea Hermes-Neumann und Uwe Henkhaus vorgestellt, auch die Sängerinnen haben ihren Namen genannt, und ich habe mir zumindest die meiner nächsten Nachbarinnen behalten. Eingesungen sind wir auch schon, Andrea und Uwe - wir duzen uns alle - haben uns stimmlich und körperlich aufgewärmt, und nun warten stapelweise Noten auf uns. Kaum zu glauben, dass wir das alles an eineinhalb Tagen schaffen sollen. Aber vorher müssen wir uns noch einigen, wer welche Stimme singt. Erwartungsgemäß gibt es in meiner Stimme, dem zweiten Alt, nicht viele Interessentinnen, und so bleibt uns das Vorsingen erspart. Anders sieht es im Sopran aus, wo kurz vor dem Mittagessen Uwe noch einmal eine Feineinteilung vornimmt. Nach dem Mittagessen ist der erste Sopran sowohl stimmlich als auch zahlenmäßig verschlankt, klanglich aufpoliert und hat richtige Strahlkraft. Aber auch wir anderen haben uns stimmlich angefreundet, und nach anfänglichem Zögern entwickelt sich allmählich ein individueller Chorklang. Andrea und Uwe helfen uns dabei, geben uns gesangliche Tipps, technische Hilfestellungen und musikalischen Beistand. Und dabei verlieren sie nicht ein einziges Mal die Geduld. |
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| Überhaupt wird die von Anfang an positive Stimmung immer entspannter. Unsere Chorleiter wissen mittlerweile besser, was sie von uns erwarten können, und umgekehrt können wir sie genauer einschätzen. Beide sind sehr gute Lehrer: kompetent, musikalisch, locker und freundlich. Und beide sind ganz unterschiedlich. Wo Uwe eher leise und zurückhaltend, mit sparsamen, präzisen Bewegungen und leisem Lächeln mit uns übt und unsere Fehler korrigiert, da lacht Andrea und fordert mit ausholender, temperamentvoller Gestik mehr Emotion. Tief und kenntnisreich haben Andrea und Uwe ins nicht eben üppig gefüllte Schatzkästlein der Frauenchorliteratur gegriffen und zwölf Lieder mitgebracht, die wir an diesem Wochenende einstudieren wollen, um sie am Tag der Frauenstimme am 27. Juni 2009 in Büdingen aufzuführen. Es ist ein bunt gemischtes Sortiment: |
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Motetten, jazzige Volksliedbearbeitungen, japanische, ungarische
und schwedische Kompositionen aus dem 19. und 20. Jahrhundert.
Wir beginnen mit einem leichteren Stück, aber es gibt auch
kompositorisch anspruchsvolle Sätze, die unsere ganze Konzentration
fordern; wir lernen die korrekte Aussprache in Deutsch, Japanisch
und Schwedisch, müssen wie die Hühner gackern, wie
ein Glühwürmchen flirren oder wie ein Herold posaunen.
Aber gleichgültig, ob eingängige Harmonien oder schräge
Töne, eines haben alle Stücke gemeinsam: jedes hat
Pfiff, jedes das gewisse Etwas. Und obwohl unsere beiden Tonangeber
beim Einstudieren ein ganz schönes Tempo vorlegen, werden
wir nie gehetzt oder Fragen übergangen. Die Proben sind
konzentriert, aber nicht hektisch, ernsthaft, aber nicht bierernst.
Am Sonntagmittag sind neun der zwölf Stücke eingeübt.
Wir haben viel gelernt, viel gesungen und nicht nur dafür
oft die Mundwinkel angehoben. Das Zusammensingen hat schon ganz
gut geklappt, der Chor und seine Leiter sind zufrieden. |
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